Dr. med. dent. M.Sc. Strößner + Team Termin

Parodontitis

Parodontitis verstehen

Zahnstein und Belag am Zahnhals

Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparats — also all dessen, was den Zahn im Kiefer hält: Zahnfleisch, Wurzelhaut, Wurzelzement und Knochen. Sie beginnt an der Oberfläche und arbeitet sich nach unten.

Wie sie entsteht

Auf jedem Zahn bildet sich ein Biofilm, im Alltag „Belag" genannt. Wird er nicht regelmäßig entfernt, reagiert das Zahnfleisch mit einer Entzündung: Es wird rot, schwillt an und blutet beim Putzen. Das ist eine Gingivitis — und sie ist vollständig umkehrbar. Wer den Belag wieder in den Griff bekommt, hat in wenigen Wochen gesundes Zahnfleisch.

Bleibt die Entzündung bestehen, wandert sie in die Tiefe. Zwischen Zahn und Zahnfleisch entsteht eine Tasche, in der sich Bakterien vor Zahnbürste und Speichel schützen können. Der Körper wehrt sich — und baut dabei den eigenen Knochen ab, um Abstand zur Entzündung zu gewinnen. Ab hier heißt es Parodontitis.

Der entscheidende Unterschied: Verlorener Knochen wächst nicht von allein nach. Eine Behandlung kann die Entzündung stoppen und den Zustand stabilisieren. Sie kann in Grenzen auch aufbauen. Aber sie kann die Uhr nicht zurückdrehen. Deshalb ist der Zeitpunkt so wichtig.

Warum es so lange unbemerkt bleibt

Parodontitis tut in der Regel nicht weh. Es gibt keinen Moment, an dem der Körper Alarm schlägt. Was es gibt, sind leise Zeichen:

Wenn Zähne wackeln, ist die Erkrankung meist schon weit fortgeschritten. Deshalb wird beim Kontrolltermin gemessen und nicht nur geschaut.

Stadien und Grade — was die Einteilung bedeutet

Seit 2018 wird Parodontitis weltweit nach zwei Achsen eingeteilt. Das klingt bürokratisch, ist aber sehr praktisch: Die eine Achse beschreibt, wie viel schon verloren ist, die andere, wie schnell es geht.

Stadium I bis IV — der bisherige Schaden

Grad A bis C — die Geschwindigkeit

Der Grad berücksichtigt auch Risikofaktoren: Rauchen und ein schlecht eingestellter Diabetes verschieben die Einstufung nach oben. Und er entscheidet praktisch mit darüber, wie engmaschig die Nachsorge sein muss — ein Grad C braucht dreimal im Jahr einen Termin, ein Grad A einmal.

Was den Verlauf ungünstig beeinflusst

Der nächste Schritt

Wie eine Behandlung abläuft, was die Krankenkasse übernimmt und wie lange die Nachsorge dauert, steht auf der Seite zur Behandlung.

---

Quellen: Klassifikation nach dem World Workshop 2017 (Stadien I–IV, Grade A–C). Behandlungsempfehlungen nach den S3-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) und der DGZMK, der deutschen Umsetzung der EFP-Leitlinien.

Video

Kurz erklärt – aus unserer Praxis

Die Videos geben allgemeine Informationen und ersetzen keine individuelle Beratung; Behandlungsverlauf und -ergebnis hängen von den persönlichen Voraussetzungen ab. Alle Videos sind untertitelt. Mehr in der Mediathek und auf Instagram.

Partnerprogramm – Straumann Group

Immediacy Center of Excellence

Das „Immediacy Center of Excellence“ ist ein Programm der Straumann Group, eines weltweit tätigen Herstellers dentaler Implantatsysteme. Teilnehmen können Praxen, die dokumentierte Fallzahlen in der Sofortimplantation („Immediacy“), regelmäßige Fortbildung und einen digitalen Planungs- und Fertigungsworkflow mit den Produkten des Herstellers nachweisen. Unsere Praxis ist seit Januar 2025 Partnerpraxis dieses Programms. Die Teilnahme ist eine Herstellerkooperation und keine unabhängige Zertifizierung.

Mehr beim Herausgeber

Mitgliedschaft

DGI – Deutsche Gesellschaft für Implantologie

Die DGI ist mit über 10.000 Mitgliedern die größte europäische wissenschaftliche Fachgesellschaft für Implantologie. Als Mitglied verpflichtet sich Dr. Strößner zur Einhaltung der DGI-Leitlinien, zur kontinuierlichen strukturierten Fortbildung und zum aktiven Austausch mit Kolleginnen und Kollegen im fachlichen Diskurs. Die Mitgliedschaft ist Ausdruck des Anspruchs, Implantologie nach dem aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnis auszuüben. Dr. Strößner hat zudem das Curriculum Implantologie der DGI/APW und den Master of Science Orale Implantologie und Parodontologie (Steinbeis-Hochschule in Kooperation mit der DGI) abgeschlossen.

Mehr beim Herausgeber

Listung

Leading Implant Centers

Die Leading Implant Centers sind ein internationales Verzeichnis implantologisch tätiger Praxen. Die Aufnahme erfolgt nach Prüfung von Ausbildung, Fortbildung und implantologischer Erfahrung durch ein medizinisches Beratungsgremium des Herausgebers. Dr. Strößner ist dort seit 2022 als Implantologe gelistet. Die Listung ist keine staatliche Zertifizierung und kein Qualitätssiegel einer Fachgesellschaft.

Mehr beim Herausgeber

Samstag

Was „nach Vereinbarung“ bedeutet

Samstags behandeln wir nach vorheriger Absprache — und zwar für Anliegen, die zusammenhängend viel Zeit brauchen: Implantationen, größere chirurgische Eingriffe, umfangreichen Zahnersatz, Behandlungen in Sedierung oder Narkose sowie Termine für Patientinnen und Patienten, die weiter anreisen und alles an einem Tag erledigen möchten.

Für kurze Anliegen — eine Politur, eine Kontrolle, das Nachsehen einer Füllung — finden wir gemeinsam einen Termin in der Woche. Das ist für Sie meist auch schneller.

Ob Ihr Anliegen dazu passt, klären wir am Telefon in zwei Minuten.

Anrufen

Alle Anliegen hierTermine, Fragen etc.